Wolfgang KRENN
Der Blick für das Besondere
   
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Wolfgang KRENN
Schon als Kind hat der 1949 in der Steiermark geborene Wolfgang Krenn begeistert gemalt. Von seinen zahlreichen Wanderungen in seiner Heimat kam er fast immer mit Skizzen zurück, die er anschließend kolorierte. Die Techniken haben sich im Laufe der Jahre geändert: zu Beginn malte er mit Aquarellfarben, ging dann zu Ölfarben über, und malt heute hauptsächlich mit Acryl oder Mischtechniken auf Leinwand. Krenn war jahrelang Schüler von Gerhard Wawerka und hat sich in den letzten Jahren der Gruppe um Ernst Posch ("Offene Werkstatt") angeschlossen, welcher sein künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat. Landschaftsmalerei steht nach wie vor im Zentrum – inspiriert durch Krenns direkte Umgebung in der Steiermark sowie durch seine zahlreichen Aufenthalte auf Mallorca und in der Toskana. Krenn versucht in seiner Umwelt die schönen Dinge zu entdecken, welche nicht im Rampenlicht stehen – jene Menschen, Landschaften, Häuser, an denen man oft vorbei geht ohne ihre Schönheit wahrzunehmen. Waren seine Bilder anfangs eher realistisch, hat er sich seit Beginn der 90er Jahre dem Expressionismus zugewandt. Insbesonders in den letzen Jahren experimentierte er immer mehr mit kräftigen Farben und verschiedenen Materialien. 
Wolfgang Krenn hat in den letzen fünf Jahren sehr viel mit Farben und verschiedenen Materialien experimentiert. Angeregt von der Malerei in Spanien und Italien, hat Krenn dennoch eine vollkommen eigene Linie entwickelt. So sind etwa seine Eindrücke von der Toskana anders, als sie bereits auf unzähligen Bildern dort abgebildet wurden. Wolfgang Krenn versucht seine Umgebung sensibler zu betrachten und ist fasziniert von den Gegensätzen die sowohl die Toskana als auch Mallorca bieten: seien es die unterschiedlichen Landschaften oder die Gastfreundlichkeit und das Mißtrauen der Menschen. Besonders geschult ist sein Auge durch sein Hobby, die Geschichte. Der Reiz liegt für ihn darin, die Dinge genau zu betrachten und ihre Besonderheiten zu entdecken.
Die künstlerische Tätigkeit steht für Krenn auch als Ausgleich zu seiner Tätigkeit als Innenarchitekt - die expressionistische Malerei als Gegensatz zur millimetergenauen Zeichnung, die Verwendung von kräftigen Farben im Gegensatz zur Bleistiftzeichnung. Seine Bilder geben einen Teil seines Inneren wieder. Die Malerei bietet die Möglichkeit positive und negative Gefühle, wie Trauer, Freude, Zuneigung, zu verarbeiten. Es können die verschiedensten Dinge, Gedanken und Empfindungen in einem Bild verarbeitet werden, und der Betrachter hat dann die Möglichkeit seine eigenen Gedanken einfließen zu lassen. Manche von Krenns Werken tragen auch deshalb keinen Titel, weil er dem Betrachter die Möglichkeit geben will, gewisse Dinge ganz für sich selbst herauszusehen, selbst zu interpretieren, oder vielleicht auch sich selbst zu finden.
Vor kurzem hat Krenn eine neue Herausforderung für sich entdeckt: großformatige Bilder mit Maßen bis zu zwei mal zwei Meter.
"Malerei ist für mich Ausdruck einer seelisch-geistigen Verfassung. Jedes Bild ist ein Stück von mir, und es gibt auch Bilder die ich nicht hergebe. Bilder, die nur mir persönlich oder einem bestimmten anderen Menschen gewidmet sind."
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